Stoffe färben aus Blütenresten

Die Designerin Cara Marie Piazza gestaltet Modeunikate aus welken Blumen.

Während die meisten Designer auf fertige Stoffe zurückgreifen oder eigene Muster entwerfen und produzieren lassen, hatte die New Yorkerin Cara Marie Piazza eine eigene kreative Idee. Sie färbt Stoffe und Kleidungsstücke einfach selbst und greift dabei auf Rohstoffe zurück, die sowieso anfallen: welkende Blumen und Pflanzen. 

Floral dyeing by Cara Piazza – Tollwasblumenmachen.deCopyright: www.koharminassian.com

Individuelles Design, nachhaltige Produktion

Hierfür kooperiert Cara zum Beispiel mit Floristen, Event-Veranstaltern und Restaurants, die ihr überschüssige oder als Dekoration verwendete Blumen und Pflanzen bereitstellen, die andernfalls in den Müll gewandert wären. Doch nicht nur bei diesen Materialien setzt die Künstlerin auf Nachhaltigkeit. Auch die verwendeten Stoffe und Textilien stammen aus nachhaltiger und fairer Bio-Produktion.

Floral dyeing by Cara Piazza – Tollwasblumenmachen.de

Dabei setzt sie einerseits auf die Herstellung von Farben und Farbextrakten aus entsprechenden Rohstoffen, jedoch insbesondere auf florale Muster und Effekte, die durch einzelne Blüten und Blätter auf die Textilien übertragen werden.
Als besonderen Service kreiert sie auch individuelle Kleidungsstücke aus Bouquets mit einem besonderen ideellen Wert. So kann man sich beispielsweise aus den Blüten des Brautstraußes einen Kimono fertigen lassen, der diesen besonderen Tag konserviert und so aus dem flüchtigen Dasein der Blumen ein dauerhaftes Erinnerungsstück macht.
Ein toller Ansatz, der nicht nur die Belastung der Umwelt durch chemische Färbemittel verringert, sondern gleichzeitig den individuellen Style stärkt, da jedes Stück ein Unikat ist.

Farbe aus Blütenblättern

Ob Safran, Zwiebelschalen, rote Beete oder Spinat zum Färben, ob Gladiolen, Rittersporn, Rosen, Sonnenblumen, Kaktusblüten oder Klatschmohn für die Blüteneffekte: Tolle Effekte entstehen auch, wenn Stoffe gefaltet, zerknüllt oder geschnürt, Blüten eingebunden oder mit grobkörnigem Salz zusätzliche Farbeffekte erreicht werden – wie beim Batiken.

Inspiriert? Dann besuchen Sie doch einfach mal die Website der Künstlerin oder Sie versuchen es einmal selbst! Für die ersten Versuche sollten einige Blüten und Blätter aus einem welken Strauß, dem herbstlichen Garten oder aus dem Park vor der Haustür genügen.

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