EINE VASE VOLL HERRLICHER VERGÄNGLICHKEIT

Den Herbst bewahren

Blühen, welken, zerfallen, vergehen – man mag damit etwas Negatives verbinden, aber das ist nicht ganz fair. Diese Vorgänge sind in der Natur sehr wichtig (z.B. für natürlichen Kompost) und haben auch hübsche Seiten: Einige Blumen werden während ihres Alterungsprozesses immer schöner. Das hat sich ein aktuelles Comeback zugute gemacht: Trockensträuße.

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Fix und fertig oder zum Selbermachen

Es gibt zwei Wege zum eigenen Trockenstrauß: Fertige Trockenblumen oder sogar Sträuße kaufen oder eigene Blumen trocknen. Letzteres macht natürlich am meisten Spaß. Besonders gut eignen sich Blumen mit wenig Feuchtigkeit, zum Beispiel Rosen, Nelken oder Hortensien. Bei anderen Arten darauf achten, dass sie feste Blütenköpfe haben und die Blüten stabil sind. Kleine Bunde binden und zum Trocknen kopfüber aufhängen. Das beste Ergebnis wird erzielt, wenn sie an einem dunklen und warmen Ort wie dem Dachboden aufgehangen werden. Je schneller die Blüten trocknen, desto eher behalten sie ihre ursprüngliche Form und Farbe. Tipp: Etwas Haarspray auf die getrockneten Blüten sprühen. So fallen sie nicht so schnell auseinander.

Andere Trocknungstechniken

Das Schöne bei Trockenblumen ist, dass man im Voraus nie genau weiß, wie das Endergebnis aussehen wird. Das macht es spannend und zeigt, dass sich Mutter Natur nicht einfach so vorschreiben lässt, was geschehen soll. Andere Trocknungstechnik gefällig? Den Heißluftofen auf ca. 38 Grad einstellen und nach einigen Stunden das Ergebnis überprüfen. Oder (ganz wie früher) ein paar schwere Bücher nehmen und die Lieblingsblumen zwischen die Seiten legen. Am besten schnell und ohne viel Nachdenken, denn wenn sie vergessen werden, gibt es eine freudige Überraschung, wenn man das Buch nach langer Zeit aufschlägt.