Binde einen Feldblumenstrauß

Eine Schritt für Schritt Anleitung

Die Blumenstylistin Nathalie Fasé zeigt hier, wie wir selbst einen lockeren Feldblumenstrauß binden können. 

Binde selbst einen Biedermeier- oder Feldblumenstrauß Tollwasblumenmachen.deCopyright: Anouschka Rokebrand

Vorbereitung

  • Die richtige Vase wählen, die in Größe und Höhe zum Strauß passt.

  • Für eine Hauptfarbe entscheiden und die Haupt- und Füllblumen entsprechend auswählen.

  • Ein Sortiment verschiedener Blumen und Blätter aussuchen. 

  • Dafür sorgen, dass die richtigen Werkzeuge vorhanden sind (scharfes Messer, Kordel, Rosenschere).

So wird’s gemacht

1. Für eine aufgeräumte und flache Arbeitsfläche sorgen, auf der man den Strauß binden kann. Gut geeignet ist zum Beispiel ein Küchentisch oder eine Anrichte. Alle Blumen, nach Arten sortiert und schön gesäubert, nebeneinander auf die Fläche legen.

2. Die Blumen nach dem Anschneiden so schnell wie möglich verarbeiten. Alle Blätter entfernen, die überflüssig oder beschädigt sind, vor allem unterhalb der Bindestelle. So wird das Wasser in der Vase weniger verunreinigt und der Strauß hat eine längere Lebensdauer! Die Höhe des Straußes bestimmen und mit den Blumen, die den kürzesten Stiel haben, beginnen. 

3. Die Blumen in der Hand arrangieren, so wie Floristen es tun. Linkshänder halten die grüne Basis in der rechten Hand. Einen Zweig in die Hand nehmen und den nächsten kreuzweise darüber legen. Ob man den Stiel darüber oder darunter anordnet, ist dabei nicht entscheidend. Alle Stiele müssen nur in der gleichen diagonalen Drehrichtung liegen. Den Strauß gut festhalten, aber nicht verkrampft. Vor allem, wenn man viele dicke Stiele verarbeitet, bekommt man mit den Händen sonst schnell Probleme beim Arrangieren des Straußes.

4. Nun die Blüten auf die gleiche Art und Weise hineinstecken und den Strauß ab und zu um eine Vierteldrehung drehen. Der Strauß soll sowohl von oben als auch von allen Seiten hübsch aussehen. Bei einem Feldblumenstrauß kommt es auf eine gleichmäßige Verteilung der Blüten an – man sollte versuchen, eine schöne Halbkugel zu erzeugen. Man kann die Blumen aber auch spielerischer, wilder und in unterschiedlicher Höhe verarbeiten, um eine natürliche Ausstrahlung zu erzeugen. Auf eine gute Verteilung der Struktur und der Farben achten, um eine ausgewogene Wirkung zu erzielen.

5. Den Strauß aufnehmen und schauen, ob er von allen Seiten gleich gut aussieht, eine schöne Form hat und ob Löcher im Strauß sind. Falls notwendig, diese Stellen noch mit einer schönen Blüte auffüllen. Ein Gummiband, eine Kordel oder einen Draht um den Mittelpunkt der Stiele binden, direkt oberhalb des Bindepunktes in der Hand. Den Strauß mit einer Rosenschere auf die richtige Länge schneiden, indem man ihn neben die Vase hält und die Stiele abmisst. Anschließend mit einem scharfen Messer die Stiele schräg anschneiden, damit sie gut Wasser aufnehmen können. Dazu keine Schere verwenden, sonst würde man beim Abschneiden die Enden zerdrücken und quetschen, was die Wasseraufnahme der Blumen behindern kann.

6. Wenn man die Blumen verschenken möchte, den Strauß in schönes Papier einwickeln. Wenn man die Blumen selbst behält, dann direkt in zimmerwarmes Wasser stellen. Man kann auch Schnittblumennahrung hinzugeben. So bleiben die Blumen länger frisch. Wenn man das Wasser regelmäßig erneuert, wird der Strauß lange Freude bereiten.

Last but not least: Experimentieren und probieren, und zwar mit verschiedenen Farb- und Materialkombinationen. Teilt das Ergebnis und mit den Hashtags #tollwasblumenmachen und #feldblumenstrauß.

Foto von Anouschka Rokebrand, Styling durch Holly Marder & Stufenplan von Nathalie Fasé.