Den Día de los Muertos in Deutschland feiern

Bahar im Interview für VICE

Ihr habt es sicher schon mitbekommen: Wir von tollwasblumenmachen.de haben uns verliebt. Und zwar in den Día de los Muertos. Dieser ist nicht nur ein Fest, in dem Blumen eine wichtige Rolle spielen – er ist auch Inspiration für eine Gedenkkultur, die so ganz anders ist als die meisten in Deutschland etablierten Traditionen, mit denen man lieben Verstorbenen gedenkt. VICE hat sich für uns auf die Suche nach jungen Deutschen gemacht, die den Día de los Muertos auf ihre ganz eigene, persönliche Art zelebrieren. Bahar ist eine von ihnen. 

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Bahar und ihr "Día de los Muertos"

Bahar ist 27 Jahre alt und lebt in Deutschland. Den mexikanischen Feiertag hat sie über Freunde aus Lateinamerika kennengelernt. Da vor einigen Monaten jemand aus ihrem Freundeskreis verstorben ist und ihr diese Art des Gedenkens ein gutes Gefühl gibt, feiert sie dieses Jahr zusammen mit ihren Lieben ihm zu Ehren den Día de los Muertos in Berlin. 

Die persönliche Interpretation eines Mythos

Besonders interessant ist, dass sich Bahar und ihre Freunde dabei nicht strikt an den alten mexikanischen Bräuchen orientieren, sondern dem Tag der Toten eine individuelle Note verleihen. Bahar glaubt zum Beispiel an die Wiedergeburt – ein Aspekt, bei dem die meisten der überwiegend christlichen Mexikaner sicher die Hände über dem Kopf zusammenschlagen möchten. Aber ist das nicht längst Teil unserer Zeit? Offen zu sein, sich inspirieren zu lassen und den eigenen Standpunkt dennoch so zu gestalten, dass er der eigenen Wahrheit entspricht? 

 

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Eine neue Form der Gedenkkultur

Bahars Geschichte ermutigt dazu, dass das Gedenken an verstorbene Lieben nicht zwangsläufig mit Trauer und Tränen verbunden sind – und auch Blumen müssen in diesem Zusammenhang ihren Auftritt nicht unbedingt als schwerer Trauerkranz haben. Lasst euch verzaubern von Bahars Sicht auf Tod und Leben, ihrer Liebe zur Paradiesvogelblume und ihrer positiven, starken Weise, ihren Freund auch nach dem Tod in guter Erinnerung zu behalten. Das komplette Interview findet ihr hier.